Wie sehen Pferde im Dunkeln? Jetzt im Herbst sollte man sich um das "Gesehenwerden" erheblich mehr Gedanken machen als um die Frage, wie sich Ihr Pferd in dunkler Nacht zurechtfindet. Das menschliche Auge ist dem des Pferdes in Bezug auf das sogenannte Dämmerungssehen nämlich deutlich unterlegen.
Grundsätzlich sind in der Netzhaut der Säugetiere – zu denen Mensch und Pferd zählen – sogenannte Rezeptoren angeordnet, sowohl in Zapfen- als auch in Stäbchenform. Die Stäbchen sind viel empfindlicher als die Zapfen. Sie vermitteln die Helligkeitsstufen und ermöglichen das Sehen in der Dämmerung. Die moderne Wissenschaft hat festgestellt, daß die Anpassungsbreite an starke Helligkeit und tiefe Dunkelheit beim Pferd größer ist als bei uns Menschen. Das heißt, dass es seinen Weg sowohl in grellem Sonnenlicht als auch in der Dunkelheit der Nacht auf dem Reitweg leichter findet als wir Menschen.
Allerdings kann es sich raschen Helligkeitsänderungen nicht so schnell anpassen. Taucht plötzlich in der Dunkelheit ein greller Scheinwerfer auf, wird das Pferd vermutlich irritiert stehenbleiben; vielleicht scheut es sogar. Stellen Sie sich also auch Schreckreaktionen ein, wenn Sie im Dunkeln reiten! |
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